Augsburger Modell - die Lösung?

In den letzten Jahren werden der Bau und die Einrichtung von „Taubenhäusern", welche nach dem sogenannten „Augsburger Modell" betrieben werden sollen, immer beliebter. Eine nach meinen Erfahrungen fragwürdige Maßnahme, welche meistens nur Alibifunktion hat, um der Öffentlichkeit zu zeigen, das etwas getan wird, eine Lösung ist es oftmals nicht.

 „Augsburger Modell" bedeutet, man bietet den Tauben nicht nur Unterschlupf und Nahrung, sondern auch Brutmöglichkeiten an. Durch Austausch der Eier gegen Gipseier versucht man, die Population zu verringern. In den meisten Fällen bleibt es bei dem Versuch, weil die Tauben den Erfolg, nämlich Nachkommen zu erbrüten und aufzuziehen, nicht erhalten. Sie machen das Ganze 2 -3 Gelege mit, dann meiden sie den „unheimlichen Ort" und ziehen um, sofern es überhaupt zum Einzug kommt.

In einigen Fällen kommt es gar nicht zur Besiedlung des Hauses, denn es ist nicht so, das alle Tauben eines Ortes nur darauf gewartet haben, dass ihnen ein entsprechender Aufenthaltsort angeboten wird, sodass sie Diesen spontan annehmen und sich fortan nur noch hier aufhalten.

Im schlimmsten Fall schafft man nur zusätzlichen Lebensraum, welcher von den Tauben besiedelt wird, die aufgrund von Überpopulation aus anderen Kerngebieten abwandern. Das Problem ist nach einiger Zeit doppelt so groß.

 

Es gibt schon noch eine Vielzahl von Aspekten, die vor Planung eines Taubenhauses, oder auch beim Betrieb eines vorhandenen Hauses bedacht werden sollten.

Sprechen Sie mich an, bevor Sie ein solches Haus planen, aber auch, wenn Sie schon eines betreiben und es nicht funktioniert.